Roland Schneider Countertenor

Roland Schneider studierte Gesang bei Frau Professor Gabriele Fuchs an der Hochschule für Musik und Theater in München, wurde zudem von Céline Dutilly, Donald Sulzen, Rudolf Piernay und Axel Köhler unterrichtet. Inzwischen arbeitet er intensiv mit der Mezzosopranistin Heidi Brunner in Wien zusammen.

Als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding war der Countertenor in zahlreichen Partien zu erleben. Als Giulio Cesare in Egitto von Händel, Radames in der gleichnamigen Kammeroper von Peter Eötvös, Ruggiero in Vivaldis Orland furioso. Prinz Orlofsky in der Fledermaus, Die Nacht von Einar Schleef, als Mephisto in Aventure Faust (UA) von Jan Müller-Wieland und in The Fairy Queen von Henry Purcell.
Mit diversen freien Ensembles erarbeitet er Partien wie Perseo in Andromeda liberata von Antonio Vivaldi, Polinesso in Händels Ariodante sowie Sorceress und Spirit in Dido and Aeneas von Purcell.

Bereits während des Studiums debütierte Schneider an den Opernhäusern in Kiel und Frankfurt/Main, bei den Händelfestspielen in Halle, den Musikfestspielen in Potsdam, sowie beim Cantiere internationale d’Arte di Montepulciano mit der italienischen Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos Oper Luci mie traditrice. Dieses Werk erfuhr eine Wiederaufnahme an der Oper in Frankfurt/Main. Unter dem Label Stradivarius entstand eine Gesamtaufnahme, die mit dem Titel CD des Monats in der Zeitung The Guardian ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus ist diese Produktion auf DVD erhältlich.

Die Spielzeit 2014/15 beginnt am Teatro Malibran des Teatro La Fenice in Venedig mit einer Produktion von Salvatore Sciarrinos La porta delle legge.

Stationen 2013/2014 waren das Tonyeong international music Festival in Korea sowie die Oper Göteborg/Blackbox mit Luci mie traditrici, dem Edinburgh international Festival Dido and Aeneas, dem Clonmel Junction Festival, Irland, Orfeo ed Euridice sowie das Staatstheater am Gärtnerplatz mit der Titelpartie der Uraufführung Der Flaschengeist von Wilfried Hiller sowie erneut die Oper Frankfurt.

Gastengagements der Spielzeit 2011/12 führten den Countertenor an die Opernhäuser in Bonn für die Uraufführung Robert S., von Sergej Newski, Georg Katzer, Annette Schlünz, Karola Obermüller und Peter Gilbert, ans Landestheater Niederbayern: L’Ospite in Luci mie traditrici von Salvatore Sciarrino und L’Humana fragilita und Pisandro in Monteverdis Ulisse sowie ans Landestheater Coburg, wo er den Goffredo in Händels Rinaldo sang.

2012/13 erneute Engagements in Frankfurt: Dido and Aenes, Bonn: Das Nusch-Nuschi von Paul Hindemith und Coburg: Rinaldo sowie in Wien: Talestri, regina delle amazzoni von Maria Antonia Walpurgis als auch zum a'Devantgarde Festival nach München für Uraufführungen von Johannes Schachtner, Rudi Spring und Ruby Fulton.

Konzerte und Gastspiele führten ihn nach Istanbul, zum Donizettifestival nach Bergamo, zur Ruhrtriennale, zum Sommer in Stuttgart auf Schloß Solitude sowie in das Gewandhaus nach Leipzig.

Er arbeitete u. a. mit Anna Viebrock, Christoph Nel, Barrie Kosky, Christian Pade, Kobie van Rensburg, Roland Schwab, Jakob Peters-Messer, Hendrik Müller, Michael Hofstetter, Constantinos Carydis, Erik Nielsen, Olof Boman, Roland Kluttig, Christoph Hammer, Ruben Dubrovsky und Marco Angius.
Wiederholt kam es zur Zusammenarbeit von Roland Schneider mit dem Bayerischen Rundfunk. So sang er zum Beispiel die Partie des Marsianers in der Kinderoper Die drei Kosmonauten (UA) von Wilfried-Maria Danner unter der Leitung von Thomas Kalb.